Wald im Haus
€18.90 inkl. MwSt.
Autor*innen: Alena Mornštajnová
Erscheinungsdatum: 09.12.2025
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-99029-717-9
Man nennt sie Trutschel, und sie scheint wie zufällig und gar nicht gewollt auf der Welt zu sein. Ihr Vater ist irgendwo in den Fluten verschwunden, die Mutter flüchtet sich vor ihrer Verantwortung in Lieb- schaften und Alkohol – und das kleine Mädchen bleibt am Hals ihrer nachtragenden Großmutter hängen, die einen Gartenbaubetrieb führt und davon überzeugt ist, dass man alles Schlechte im Leben ausrotten kann wie eine gefräßige Nacktschnecke. Oder man redet einfach nicht darüber. Aber rundherum gibt es einen Wald, der etwas Unheimliches verbirgt, und eines Tages wird die Trutschel anfangen zu reden …
Alena Mornštajnová hat eine kraftvolle und dramatische Geschichte darüber geschrieben, dass nichts im Leben so ist, wie es auf den ersten Blick scheint, und dass kein Geheimnis jemals so tief vergraben ist, dass es nicht hervorgeholt werden kann. Es gruselt einen, aber man kann nicht aufhören zu lesen, bis das Geheimnis ans Licht kommt.
Alena Mornštajnová hat eine intime psychologische Prosa mit Elementen eine Mysterythrillers geschrieben. Tatsächlich handelt es sich um einen schleichenden, zuweilen sehr funktional-symbolisch verstärkten Horror über die Hölle, die einem, oder besser gesagt, einer, von anderen zugefügt wird. Zusammen mit Hana das beste Buch der Autorin.
Radim Kopáč, Lidové noviny
ca. 300 Seiten, gebunden, Lesebändchen EUR 24,00 · ISBN 978-3-99029-656-1 Erscheinungstermin: Oktober 2024
Ich wollte ein Buch darüber schreiben, wie schwer es manchmal ist, die Wahrheit von einer Lüge zu unterscheiden, wie unmöglich es ist, sich dem Bösen zu stellen, wie manche Entscheidungen, die dem Betrachter leicht erscheinen mögen, für die Person, die im Mittelpunkt des Geschehens steht, nicht nachvollziehbar und unüberwindbar sind.
Ich wollte für mich selbst klären, warum diese Dinge passieren und warum es so schwer ist, sich ihnen zu stellen.
Alena Mornštajnová, Autorin
1 Rezension für Wald im Haus
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Karsten Koblo, aus-erlesen.de –
Trutschel – so nennt man die Kleine, die hier im Wald, und das ist nicht nur symbolisch gemeint, aufwächst. Der Papa ist weg. Die Mama ist da, wenn auch meist nur physisch – und selbst dann mit Einschränkungen. Also verbringt die Kleine viel Zeit bei Oma und Opa. Aber eigentlich ist auch dass nicht ganz korrekt. Denn die resolute Oma führt „nebenbei“ noch eine Firma, und der Opa ist meist in seiner Werkstatt. Seine eigene kleine Welt. Ganz ohne Frau. Ohne Enkelin. Nur mit dem Hund, der aber auch bald nicht mehr sein wird.
Ist eine ziemlich düstere Welt, die Alena Mornštajnová da beschreibt, fast schon mystisch. Und das ist gewollt. Denn über der Familie, wenn man es so nennen will, schwebt ein dunkles Geheimnis.
Der Wald, in dem das Haus steht, wo Trutschel aufwächst ist unheimlich und Freiheit in Einem. Hier kann sie Kind sein. Doch Geborgenheit und Wärme findet sie hier nicht. Im Haus auch nicht. Wenn Mama mal nach Hause kommt – nach der Arbeit, viel zu spät nach der Arbeit – ist sie keine Mama. Sie schwankt, sie lallt, sie streitet. Opa hat sich dann immer schon in seine Werkstatt verzogen. Und Oma geht zum Angriff über. Mit wem sie sich rumtreibe – mit niemandem. Natürlich! Mama ist sich keiner Schuld bewusst. Sie lebt ihr Leben. Ein Leben, das sie eigentlich mit ihrer Tochter teilen sollte. Tut sie aber nur in den seltensten Fällen.
Doch wer ist nun wirklich schuld an dieser … Misere? Die Antwort verbirgt sich in einem dunklen Geheimnis. Nichts für Kinderohren oder gar Kinderaugen. Doch die Kleine bekommt mehr mit als ihr gut tut.
Alena Mornštajnová verführt den Leser und zieht ihn in eine Welt, die fast surreal erscheint. Alles, was war ist, was echt wirkt, hat immer einen Touch von Mystik. Nicht ganz so dramatisch und ausschweifend wie in „Twin Peaks“, doch nicht minder spannend. Und am Ende mit einer faustdicken Überraschung. Hat man sich nach ein paar Seiten in die Geschichte eingelesen, kommt man schwer wieder von ihr weg. Wer bisher nicht viel mit düsteren Geschichten anfangen konnte, hat hier eine Art Erweckungserlebnis. Die präzisen Charaktere finden im Nu ihre Gefolgschaft – ob man sie nun mag oder zutiefst verabscheut.