Jüdisches Wien – Eine topographische Annäherung
Photos: Lisl Ponger
Text: Felicitas Heimann-Jelinek
Mit einem Essay von Dorn Rabinovici.

336 Seiten, Fadenheftung, gebunden, Lesebändchen, 150 SW-Photos im Duplexdruck
EUR 14,95 / sfr 21,00 
 
Zum Buch: 
Vom ehemaligen jüdischen Wien ist kaum etwas übriggeblieben, man kann also keine baulichen, topographischen, auch keine symbolischen Überreste suchen und dokumentieren, sondern nur das was tatsächlich da ist. Und das, was heute da ist, hat mit der Vergangenheit meist nur noch assoziativ zu tun. Die dokumentarische Photographie wird vom Betrachter inszeniert, da dieser versuchen wird Nichtsichtbares und Sichtbares, Imagination und Wirklichkeit, Vergangenheit und Gegenwart zur Deckung oder zumindest in eine Beziehung zu bringen. Unterstützung dieser Erinnerungs- und Rekonstruktionsarbeit findet der Betrachter durch die Textrecherchen Felicitas Heimann-Jelineks.
Für den Band wurden 150 Photos ausgewählt, die auf die Vielfalt des ehemaligen Wiener jüdischen Lebens hinweisen. Das heißt, daß nicht nur Orte religiösen Lebens, sondern auch Orte, mit karitativen, sozialen, gesellschaftspolitischen, pädagogischen, wissenschaftlichen und kulturellen Funktionen gezeigt werden.  

Lisl Ponger, geboren 1947 in Nürnberg, lebt in Wien. Photographin und Filmemacherin, mit einer Gastprofessur für künstlerische Photographie an der Universität für Angewandte Kunst in Wien.Felicitas Heimann-Jelinek

 

Rezensionen & Reaktionen

Pressestimmen

Lisl Pongers Photographien rücken ins Bild, was nicht zu sehen ist, und machen uns sehen, was sich dem Blick entzieht.
Doron Rabinovici

Der Klagenfurter Wieser Verlag hat deshalb die elegante und informative Reihe »Europa erlesen« gegründet, die verschiedene literarische Visionen einer Gegend oder einer Stadt vorstellt. Bereits die Titel lassen erkennen, daß hier das Unbekannte gleichberechtigt neben das Berühmte tritt. Entworfen werden soll eine kulturelle Anatomie Europas, die den Zusammenhang des Ganzen, aber auch die eigenständigkeit der Teile faßt. Gerade in einer Zeit, die im Osten politische und im Westen ökonomische Grenzlinien zu Fetischen kultureller Identität macht, kommt der Aufmerksamkeit für Randregionen ein gesteigerter Wert zu: In der Schnittmenge von Eigen- und Fremdbild entsteht das unverwechselbare Profil von Gegenden, die sich selbstbewußt in die Vielfalt Europas einpassen.

Neue Zürcher Zeitung

“Echte Kulturmenschen erkennt man in Zukunft daran, ob Sie dieses kleine Büchlein eingesteckt haben.”

Karin Resetarits, ORF
 
“Eine Einstiegsdroge – ohne diese kleinen Bände mag man gar nicht mehr verreisen.”

Uschi Loigge, Kleine Zeitung

“Handlich, mit Goldprägung und Lesebändchen sind die kleinformatigen Büchlein wahre Kleinodien.”

Tobias Gohlis, Die Zeit