Erlebte Filmgeschichte
ca. 400 Seiten, gebunden, Lesebändchen
EUR 29,95

Kino-Archäologie aus einer fernen Zeit“ nennt der emeritierte Ordinarius Gerhard Drekonja die hellsichtigen Auszüge aus Filmessays, Kritiken und Festivalberichten von Horst Dieter Sihler, die im ORF ebenso wie in zahlreichen Printmedien, vom Standard bis zur FAZ, gebracht wurden.

Der vorliegende Band enthält

  • brillante Analysen in einem „an Scharfsinn für filmische Strukturen kaum zu überbietenden präzisen Stil“,
  • berichtet u. a. von der „Kamera als Waffe“ in Lateinamerika,
  • vom polnischen „Kino der Solidarność“,
  • vom Erfinder des filmischen Alphabets bis zur Computeranimation.

Eingestreut sind Anekdoten, das Beste aus dem „Filmtagebuch von hds“, Autobiographisches und zahlreiche Fotos. Das Schlusskapitel widmet sich den heimischen Film- und Kinokämpfen, den Jahrzehnten österreichischer Film- und Kulturpolitik, der Theater alles und Film nichts galt.

Horst Dieter Sihler ist bekannt als Vater der alternativen Kinoszene in Österreich, als Programmkinoleiter und als Gründer der DIAGONALE. Und er ist Poet.

Horst Dieter Sihler: Geboren 1938 in Klagenfurt. Maschinenbau-Ingenieur, Kulturkritiker und Poet, Lehrbeauftragter und Kinomacher. Filmkritiker für die regionale und überregionale Presse („Neue Zeit“, „Kleine Zeitung“, ORF, FAZ usw.). Zahlreiche Reisen zu Filmfestivals in West- und Osteuropa seit 1966. Organisator unzähliger Filmveranstaltungen. 1977 „1. Österreichischen Filmtage“ (heute „Diagonale“) in Velden gegründet, 1982 „1. Österreichische Kino-Tagung“ in Tainach/Tinje. 1979 Gründer des Vereins Alternativkino. Programmkinoleiter (Neues Volkskino Klagenfurt). Medien-Kulturpreis des Landes Kärnten 2008, Kärntner Lyrikpreis. Veröffentlichungen: Gedichte in „manuskripte“, „Frage und Formel“, „Literatur und Kritik“. „Am Anfang war die Poesie“ (Meine Gedichte des 20. Jahrhunderts, Wieser-Verlag 2009). In Vorbereitung: „Mein Kino des 20. Jahrhunderts. Erlebte Filmgeschichte“.

Rezensionen & Reaktionen

Pressestimmen

Aufzeichnung der Lesung am 28. September 2016 im Musil-Haus in Klagenfurt/Celovec

Erste Stimmen zum Kinobuch

was hast du mir da für ein monumentales teil geschickt! unheimlich dein wissen, unheimlich die kraft.
andreas altmann – autor/reiseschriftsteller, paris

von den 6oer jahren bis zum beginn des 21.jahrhunderts war hds einer der reise-, schreib- und entdeckungsfreudigsten fimjournalisten, eine fundgrube für die interessenten vor allem des unabhängigen kinos, kein buch, das man liest, sondern ein buch, in dem man liest.
wilhelm roth – epd-film, filmkritiker, frankfurt

funkelnd, prächtig, sozusagen oscar-verdächtig ist diese kino-geschichte aus analyse und impression, aus dokumentation und anekdote. so spannend und ergreifend, dass man nachgerade „außer atem“ kommt.
jozej strutz – kleine zeitung, autor/übersetzer, klagenfurt

deine vielseitigkeit ist enorm – deine filmkritiken sind eine kleine filmgeschichte, nur viel schöner zu lesen, weil in der zeit und für die zeit geschrieben, in der sie stattfand – sie hat deshalb eine andere lebendigkeit, engagement, innere glut – sie informiert nicht nur sie berührt und bewegt wie etwas aktuelles – du bist nicht nur ein theoretiker, du bist auch ein poet. deine persönlichen Kapitel sind sehr berührend, sachlich und mutig – ja, so ist das leben, und was machen wir noch daraus, auch in solchen situationen – das hast du mit deinem buch dem fernen leser vorgeführt und ihm damit mut gemacht. mir auf jeden fall, für mich ist das ein großer und wichtiger aspekt deines buchs!
iris gusner – filmemacherin/filmbuchautorin, berlin

der poet hat seine gedichte gesammelt und er hat seine kinoerlebnisse gesammelt, es sind essays, in denen die liebe zur sprache zu wort kommt und in denen kino zur literatur geworden ist. bei sihler nachlesen, heißt nachleben – das buch sollte in bereitschaft bleiben, am nachttisch, griffbereit im bücherregal, er kämpft spielerisch mit einsichten und eindrücken, bannt die atmosphäre des geschauten in nachlesbare schriftstücke – mit seinem kino steht er auf augenhöhe.
günter schmidauer – autor/dramaturg, klagenfurt