Elf Kindheitsgeschichten
Aus dem Slowenischen neu übersetzt von Klaus Detlef Olof
Mit einem Nachwort von Karl-Markus Gauß
ca. 160 Seiten, wtb 035
EUR 12,95

Kindschaft ist keine Idylle. Naiv, wer glaubte, das Kind sei naiv, kindisch, wer sich ihm so nähert. In Prežihov Voranc’ elf Kindheitsgeschichten, eindringlich und leise erzählt, erscheinen Kinder nicht als kleine Erwachsene, vielmehr sind sie (noch) ganz Mensch. Erlebnisse und Begebnisse, frühe Müh’, schroffer Verweis, aber auch Wärme und Zuneigung an den kargen Alpenhängen, auf der Pacht, dem Keuschlerhof, am Rand des Dorfs und auf dem Weg in die Stadt – wahrgenommen im Kindblick. Keine alters(allzu) weise Suche nach der verlorenen Kindschaft, nicht die gesuchte Erinnerung, einfach aufgehobenes Leben. „Maiglöckchen“ – das letzte Buch von Prežihov Voranc.

Prežihov Voranc (Lovro Kuhar), geb. 1893 in Kotljke/Köttlach, gest. 1950 in Maribor. Waldarbeiter, Autodidakt. 1933 erste Novelle; ab 1930 politisches Exil, Paris und Wiener Gefängnisse; 1942–1945 KZ Sachsenhausen, Mauthausen; Romane und einige Novellenbände. Das Buch Maiglöckchen, slowenisch in zahlreichen Neuauflagen gedruckt und in viele Sprachen übersetzt.