Gedichte
ca. 48 Seiten, gebunden, Lesebändchen
EUR 14,95

Sie strotzen vor sinnlicher Energie, die neuen Gedichte Axel Karners. Gesehenes und Gehörtes, mehr noch: Jede Wahrnehmung wird zum Objekt der Reflexion. Wessen Denken reibt sich hier am Außen wund? Umkreist das lyrische Ich die Ausschnitte von Welt, dringt durch die oftmals feindliche Oberfläche in ein ungewisses Inneres? Womöglich auf der Suche nach dem Ort der Wahrheit, der sich dem Blick entzieht und zur Idylle gerät, welcher misstraut wird?

Ein Labyrinth ist ein Labyrinth.
Fände niemand heraus,
wer erführe davon?

Von der Liebe, vom Tod, von der (verlorenen) Heimat, von Gott und immer wieder von der Suche nach Wahrheit tönen diese Gedichte in einer widerständig-sperrigen Art. Sprachliche Reduktion steht neben einem polyphonen Klang; beide vermögen das Sehen und Denken derer zu verändern, die sich den Zeichen und Bildern Karners anvertrauen.
(Günther Freitag)

Axel Karner: Geboren 1955 in Zlan. Arbeitete als Lehrer für evangelische Religion, darstellendes Spiel und soziales Lernen in Wien. In der Bibliothek der Provinz erschienen: „Kreuz“. Gedichte. Mit Scherenschnitten von Joseph Kühn (2003); „Schottntreiba“. Gedichte. Mit Illustrationen von Ingeborg Kofler (2004); „Vom ersten Durchblick des Gewebes am zehnten November und danach“. Kriminalgeschichten (2007). Im Wieser Verlag: Die Stacheln des Rosenkranzes. Lissabonner Gedichte (2007); Chanson Grillée. Gedichte. Illustriert von Anne Seifert (2010); Der rosarote Balkon (2012); Der weiße Zorn (2015); Die Zunge getrocknet / Jezik posušen. Fünf Gedichte in vier Sprachen und eine Nulllinie. Mit Zeichnungen von Wilhelm Dabringer. Slowenisch von Ivana Kampuš (2019).

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