320 Seiten, englische Broschur
EUR 19,80

Am 17. Februar 2018 jährt sich die Unabhängigkeit der Republik Kosovo/Kosova zum zehnten Mal. Zeit für Ulrike Lunacek, die langjährige Kosovo-Berichterstatterin des Europaparlaments, Bilanz zu ziehen.

Dieses Buch spricht Klartext über die Hoffnungen der kosovarischen Bevölkerung auf einen »normalen« Staat, über Leistungen der Politik, aber auch die Fehler und Versäumnisse, etwa aufgrund von mangelndem politischen Willen.

Dieses Buch spricht Klartext darüber, wie viel die EU – Parlament, Kommission und Rat – schon zum Aufbau des unabhängigen Staates Kosovo/Kosova beigetragen haben, über die Erfolge, aber auch die Versäumnisse – etwa die Nichtanerkennung durch fünf Mitgliedsstaaten.

Dieses Buch spricht Klartext über die zwiespältige Haltung Serbiens, das trotz Fortschritten die Hindernisse für gutnachbarschaftliche Beziehungen mit Kosovo/Kosova nur halbherzig aus dem Weg räumt.

Und dieses Buch spannt den Bogen von der Politik zu den kosovarischen BürgerInnen, zu deren Nutzen und Wohlergehen die EU-Erweiterungspolitik letztlich beitragen soll.

Lunacek liefert mit diesem Buch zudem ein zentrales europa- und erweiterungspolitisches Statement: Bei Kosovo/Kosova muss, kann und sollte sich erneut die friedenspolitische Durchsetzungskraft und Soft Power der EU beweisen. Denn erst mit der Erweiterung um ALLE Nachfolgestaaten Jugoslawiens wie auch Albaniens wird das Europäische Friedensprojekt auch auf diesem Teil des Kontinents erfüllt sein.

„Wir EU-ropäerInnen haben die Verpflichtung, die großen Hoffnungen nicht zu enttäuschen, die gerade die BürgerInnen von Kosovo/Kosova in die EU setzen. Die KosovarInnen sollen endlich ein ,normales‘ Leben in einem ,normalen‘ und weltweit anerkannten Staat führen dürfen.“

Ulrike Lunacek, geboren 1957 in Krems/Donau, Niederösterreich, 2009–2017 als Grüne Europa-Abgeordnete unter anderem auch Berichterstatterin für Kosovo/Kosova. 2014–2017: Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments. 1975–1983: Dolmetsch-Studium (Englisch/Spanisch in Innsbruck). 1980–1982: Mitbegründerin des Tiroler Frauenhauses, anschließend bei Frauensolidarität (Obfrau bis heute) und Deutsch-Lehrerin für Flüchtlinge in Wien. 1989–1995: Redakteurin/Pressereferentin des ÖIE (heute Südwind). 1995: Nationalratskandidatur für Grüne, erste offen lesbische Politikerin Österreichs. 1996–1998: Grüne Bundesgeschäftsführerin. 1999–2009: Nationalratsabgeordnete, Fokus Außen-, Entwicklungspolitik, LGBTI-Rechte. Nach Grünen-Spitzenkandidatur bei der NR-Wahl 2017 und Nicht-Mehr-Einzug in den Nationalrat legte sie alle ihre politischen Funktionen zurück. Lunacek arbeitet bei Erscheinen dieses Buches freiberuflich als Referentin, Autorin, Journalistin.

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