Roman. Aus dem Serbischen von Astrid Philippsen.

227 Seiten, gebunden, Fadenheftung, Lesebändchen
EUR 14,95 / sfr 21,00 
 
Neuauflage des Velikic-Debuts
Zum Buch:

Ort: Die istrische Hafenstadt Pula, das ehemalige Pola. Fluchtpunkt und Zuflucht, Stätte des Asyls und des inneren wie äußeren Exils, Ineinander von Völkern. Zeit: Die k. u. k.-Endzeit. Personen: Unter vielen mit unterschiedlicher Herkunft ein italienisch-slawischer Psychiater und ein österreichischer Patient und der Ire James Joyce … Handlung: In Gesprächen, Reminiszenzen, durch Epiphanien und Naturbilder zieht diese poetisch-dichte Prosa Satz für Satz in ein tragisches Geschehen, durch Labyrinthe der Einsamkeit und des Verfalls, durch Arkaden von Wahn und Traum, an den Rand der Geschichte, der das Gestern mit dem Heute verbindet.
Von Via Pula bis Dante-Platz: ein Bogen.

Dragan Velikic, geb. 1953 in Belgrad. Jugend in Pula/Istrien. Studium der vergleichenden Literatur in Belgrad. Er publizierte zwei Erzählbände, fünf Romane und drei Essaybände. Für »Via Pula«, erstmals 1988, jetzt in der vierten Auflage erschienen, erhielt Velikic den angesehenen jugoslawischen Milos-Crnjanski-Literaturpreis. Velikic veröffentlichte auch Essays, u.a. über Svevo, Magris, Handke, Tomizza, Canetti. Lebt in Belgrad. Mitarbeiter einer regimekritischen Zeitschrift in Belgrad. Lebt in Budapest im Exil.

 

 

Rezensionen & Reaktionen

Pressestimmen

Der Klagenfurter Wieser Verlag hat deshalb die elegante und informative Reihe »Europa erlesen« gegründet, die verschiedene literarische Visionen einer Gegend oder einer Stadt vorstellt. Bereits die Titel lassen erkennen, daß hier das Unbekannte gleichberechtigt neben das Berühmte tritt. Entworfen werden soll eine kulturelle Anatomie Europas, die den Zusammenhang des Ganzen, aber auch die eigenständigkeit der Teile faßt. Gerade in einer Zeit, die im Osten politische und im Westen ökonomische Grenzlinien zu Fetischen kultureller Identität macht, kommt der Aufmerksamkeit für Randregionen ein gesteigerter Wert zu: In der Schnittmenge von Eigen- und Fremdbild entsteht das unverwechselbare Profil von Gegenden, die sich selbstbewußt in die Vielfalt Europas einpassen.

Neue Zürcher Zeitung

“Echte Kulturmenschen erkennt man in Zukunft daran, ob Sie dieses kleine Büchlein eingesteckt haben.”

Karin Resetarits, ORF
 
“Eine Einstiegsdroge – ohne diese kleinen Bände mag man gar nicht mehr verreisen.”

Uschi Loigge, Kleine Zeitung

“Handlich, mit Goldprägung und Lesebändchen sind die kleinformatigen Büchlein wahre Kleinodien.”

Tobias Gohlis, Die Zeit