Aus dem Slowakischen übersetzt von Marie-T. Cermann
ca. 140 Seiten, gebunden, Lesebändchen
EUR 18,90

Balla wird aufgrund seiner Vorliebe für groteske und absurde Alltagssituationen oft als der „slowakische Kafka“ bezeichnet. Im Namen des Vaters ist der Rückblick eines namenlosen Erzählers auf sein Leben, seine gescheiterten Beziehungen zu seinen Eltern, den Söhnen, das notorische Fremdgehen, das Zerbrechen seiner Ehe und den Wahnsinn seiner Frau. Mit schwarzem Humor und Ironie versucht er, seiner tragikomischen Situation zu entkommen, doch vor dem Hintergrund des grauen, banalen Kleinstadtlebens schafft er es nicht, gegen „das Ding“ anzukommen, das im Keller des von ihm und seinem Bruder erbauten Hauses wächst. Das Buch wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem 2012 mit dem renommiertesten slowakischen Buchpreis „Anasoft Litera“.

„Stellen Sie sich vor, Kafka, Beckett, Bukowski und Borges sitzen zusammen bei Bier,
Brot und Eisbein, dann bekommen Sie den Geschmack von Ballas herber, existentieller Suche.“

Rosie Goldsmith, Direktorin des European Literature Network

„Balla lesen ist wie Achterbahnfahren und sich dem Alter angemessen benehmen:
Man weiß nie, was als Nächstes kommt, man ruft und schreit, mal vor Angst, mal vor Freude.“

Gabor Németh, ungarischer Autor

Balla: Geboren 1967, lebt und arbeitet in Nové Zámky. Seit 1992 veröffentlicht er Kurzgeschichten und Romane, die unter anderem ins Englische und Französische übersetzt wurden. Sein aktueller Roman Veľká láska (Große Liebe) wurde 2016 als Buch des Jahres ausgezeichnet. Vladimír Balla verwendet nie seinen Vornamen, sondern nur Balla, sozusagen als Künstlernamen.

Marie-T. Cermann: Geboren 1980, verbrachte nach dem Abitur im Rahmen eines Freiwilligendienstes ein Jahr in der Slowakei. Anschließend studierte sie Übersetzen für Slowakisch, Französisch und Portugiesisch. Nach Aufenthalten in Frankreich und Brasilien lebt und arbeitet sie nun in Leipzig.