Como

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Srdan Valjarevic

Roman

Aus dem Serbischen von Richard Gotz

ca. 264 Seiten, gebunden, Vor- und Nachsatz,

Lesebändchen

EUR 14,80 / sfr 27,50

Über das Buch:

Der Held des Romans verlässt das zerstörte Belgrad, fliegt nach Italien, wird in einer luxuriosen Villa unter Wissenschaftlern aus aller Welt einquartiert – und stellt fest, dass er unfahig ist, auch nur einen Satz zu Papier zu bringen. Stattdessen wandert er, erkundet die Umgebung, beobachtet die bunte Gesellschaft der anderen Stipendiaten, schliest Freundschaft mit Ortsansässigen und dem Personal der Villa, geniest die Ruhe, die Schönheit und den Überfluss und beginnt immer mehr zu trinken. Das Fazit dieses melancholischen Werks lässt sich vielleicht so ziehen: Es ist leichter, aus der ungeliebten Heimat wegzugehen, als von ihr wegzukommen. Aus der Form eines Ich-Erzählers, der dank des vornehmen Rockefeller Stipendiums aus Milošević´s Kleinjugoslawien zum Comer See reisen kann, wird ein intellektueller Typus aus dem Osten dargestellt. Valjarević erhielt fur seinen Roman den zweiten Preis von Bank Austria Literaris im November 2008 auf der Buch Wien verliehen. Es ist sein erstes Buch auf Deutsch.

Aus dem Buch:

≫Welcher Roman?≪, fragte ich sie.

≫Ich habe doch gelesen, dass Sie das Stipendium bekommen haben, um hier einen Roman zu schreiben≪, sagte sie.

≫Ja, genau, so habe ich es im Formular eingetragen, genau.

Ja, ich werde ihn schreiben, ich schreibe ihn≪, sagte ich.

≫Und?≪

≫Was?≪

≫Ist er nun politisch oder psychologisch?≪, fragte sie erneut.

≫Ich habe keine Ahnung. Am wahrscheinlichsten psychologisch≪, sagte ich.

Zum Übersetzer:

Richard Gotz, geboren 1940 in Jesenice, Schriftsetzer, im zweiten Bildungsweg Matura und Studium der Slawistik an der Alpen-Adria-Universitat Klagenfurt, Diplomarbeit über Miroslav Krleža.

Zum Autor:

Srđan Valjarević, geboren 1967 in Belgrad, war Karosseriebauer, Schlosser und Kellner. Seit 1990 einer der am meisten beachteten jungen Schriftsteller in Serbien. Lyrik, Romane, Mitarbeit bei diversen serbischen Zeitungen, mehrere Literaturpreise.

Bank Austria Literaris

Der Große Preis für Literatur aus dem Osten und Südosten Europas wird von Bank Austria UniCredit Group, Kultur-Kontakt Austria und dem Wieser Verlag alle zwei Jahre vergeben. 2006 wurden mit dem Bank Austria Literaris ausgezeichnet: Teodora Dimova Die Mutter; Anna Zonova Zur Strafe und zur Belohnung; Florin Lăzărescu Unser Sonderberichterstatter. Alle Titel erscheinen in der Edition Zwei bei Wieser.

ISBN: 13-978-3-85129-779-9

Der Wieser Verlag wird im Rahmen der Kunstförderung des Bundeskanzleramtes unterstützt.

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